Spiekeroog 2010 Heiß brannte die Äquatorsonne gerade nicht an diesem Wochenende, an dem die Uhr ein letztes Mal in 2009 umgestellt wurde, auf Spiekeroog herab. Aber für Friedel reichte es aus, barfuß ins Nordseewasser zu waten, während andere Teilnehmer froh über die selbstgestrickten Wollsocken an den Füßen waren. Aber dieses Wochenende war sowieso anders als die sonstigen Aufenthalte in Quellerdünen. Wir lebten nicht nach einer vorgefertigten Zeit- bzw. Programmtafel, sondern genossen die Zeit bei Spiel, Sport, Spaß und schönen Geschichten von Rita dem Piratenschaf. Jung und Mittelalt, nein besser wäre die Bezeichnung „in den besten Jahren“, traf am Freitag zu dem gemeinsamen Aufenthalt auf der Insel unter dem Dach des Haupthauses ein. Die Mahlzeiten nahmen wir zusammen mit einer riesigen Konfi-Gruppe ein, die einen Geräuschpegel verursachte, der die Schallschutzplatten an den Wänden zum Vibrieren brachte. Sonst waren die Kidis aber ganz nett. Und wo wir gerade bei Geräuschpegel waren: einen Wecker brauchte man zum Wachwerden auch nicht, da die Wasserleitungen die hellhörigen Wände ohne Probleme mit einer Klopf- und Schütteltechnik versahen, die jedem „Anlieger“ mitteilten, dass es Zeit fürs Bad war. Da hat es dann auch Annelie und Martin aus dem Schneewittchen-Zimmer (wegen der vielen Betten auf dem Boden) gelockt. In Anbetracht vorangegangener Zeiten auf Quellerdünen hatten wir insofern auch einen Vergleich, wie weit es über die Dünen bis zum Wasser ist. Diesmal jedoch gab es so viel Sand, dass der Weg zum Wasser schon als Sportprogramm durchgehen konnte, was KaLü und Frank durchaus bestätigten können. Spiekeroog ist also unabhängig von Ebbe und Flut im Wandel. Auch spieltechnisch waren wir mit „Teamwork“ und dem „Schwedenschach“ sowohl verbal als auch körperlich im Einsatz. Warum die „Holzprügel“ des Schwedenspiels allerdings wie magnetisch von Simon angezogen wurden und nicht ihr Ziel treffen wollten, bleibt ein Rätsel, was selbst die Betreuerin Lena von der Konfa-Gruppe, die als Spielerin kurzfristig bei uns eingesprungen war, nicht lösen konnte. Leider geht ein schönes Wochenende mit lieben Mitmenschen viel zu schnell vorbei. Für uns war Spiekeroog jedenfalls wieder eine Bereicherung, für die wir uns beim Haus mit einer niegelnagelneuen Boßelkugel bedankt haben. Und es hat sich gelohnt als Verein älter zu werden. |