Etwas improvisierter Wettstreit endete Unentschieden

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Kloatscheeten-Einladung

Da steckte ich Mitte November in den letzten Umzugsvorbereitungen für den Einzug in unser neues Heim und hatte mich riesig gefreut, daß ich die Original-Kloats aus dem Emsland für unser erstes CVJM-Arche Sarstedt Kloatscheeten am 12.01.2003 in diesem Zusammenhang wiedergefunden hatte. Nun gut, sie befanden sich auch an dem von mir erwarteten Ort, da, wo ich sie einst eingelagert hatte. Clever, wie ich halt so bin, habe ich die Kloats extra herausgelegt, damit ich sie nach dem Umzug auch gleich wiederfinde...!
Zeitsprung. In der zweiten Woche des neuen Jahres waren soweit alle Vorbereitungen für unser Kloatscheeten abgeschlossen: Der Tisch im Restaurant war bestellt, 13 Arche-Mitglieder und –Freunde hatten sich angemeldet, der obligatorische Bollerwagen war organisiert, die Getränke eingekauft und ... wo sind die Kloats? In hektischer Nacht- und Nebelaktion kramten Anja und ich einen Tag vor der Aktion sämtliche noch nicht ausgepackten Umzugskartons, und das waren sehr viele, auf der Suche nach diesen kleinen runden Holzscheibchen mit Bleikern durch. Vieles, was wir nach dem Umzug bereits vermisst hatten, fanden wir bei dieser Gelegenheit wieder. Nur keine Kloats!!! Was also tun? In der Not überlegte ich mir die kuriosesten Improvisationen, u.a. leere Getränkeplastikflaschen hierfür zu benutzen. Zum Glück sprangen Moni und Friedel mit klassischen (im wahrsten Sinne des Wortes!) Boccia-Kugeln ein. Ein Riesen-Dankeschön an dieser Stelle nochmals an die beiden, die damit unser erstes Kloatscheeten ohne Kloats gerettet hatten!
Nun stand dem sportlichen Wettbewerb nichts mehr im Wege. Um 11.00 Uhr am Sonntagvormittag des 12. Januars trafen wir uns an der Brücke am China-Restaurant am Kipphut bei bestem Kloatscheetwetter. Also nicht zu großer Kälte und Sonnenschein! Ausgerüstet mit Bollerwagen samt Inhalt konnten wir zwei Mannschaften bilden, und zwar die Gruppen „Roter Kreis“ und „Schwarzes Quadrat“, erkennbar an aus Bierdeckeln hergestellten Erkennungsmarken zum Umhängen. Daneben gehörte zur Kloatscheeterausrüstung natürlich auch noch ein „Pinnecken“ zum Umhängen, aus denen der mitgelieferte Imbiß eingenommen werden konnte. Nach kurzer Erläuterung der Regeln und Belehrung über die Einhaltung der „gesetzlichen Pausen“ in Kurven, bzw. an Ecken, konnte es auch schon losgehen. Gleich zu Beginn der Strecke stellten sich große Leistungsunterschiede heraus, so daß die erste Runde deutlich vom „Roten Kreis“ (das war meine Gruppe!!!) gewonnen werden konnte. Lag es nun daran, daß erst in der zweiten Runde die „schwarzen Quadrate“ verstanden hatten wie das Spiel geht, oder an der Auswechslung des Spielers Friedel durch Reinhard in dieser Mannschaft, so schafften sie bereits in der zweiten Runde nach konzentriert kämpferischen Einsatz den Ausgleich zum 1:1! Mit jeder weiteren Runde und Ecke nahm die Konzentration der Mitspieler jedoch ab, so daß die Kloats, äh, Boccia-Kugeln immer häufiger in den an den Weg angrenzenden Feldern gesucht werden mussten. Später in den Gräben. Kurz vor der dritten Ecke, an der wir uns spontan entschieden hatten aufgrund des Autoverkehrs zum Neubaugebiet Sonnenkamp die Straße zu verlassen und geradeaus über den Feldweg weiterzumarschieren, hatten wir sogar den Verlust einer Kugel zu beklagen. Eine Spielerin, ich glaube es war Mannu, schaffte es, ihre Kugel nicht nur im Graben, sondern sogar in der Grabenröhre unter der Straße unauffindbar zu versenken. Zum Glück hatten wir noch Ersatzkugeln dabei. So brachte dieser Verlust dem Spaß auch kein Ende. Im Gegenteil. Irgendwie wurden alle immer lustiger...
Konnte der „rote Kreis“ anfangs seinen Vorsprung noch ausbauen, so holte das „schwarze Quadrat“ später weiter auf. Böse Zungen behaupten, das läge an mir, was ich als Schlußwerfer Nr. 6 und Leistungsträger des „roten Kreises“ natürlich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Tatsache war jedoch, daß sich so manches Spiel erst nach dem letzten Wurf entschieden hatte. So kam es denn auch, daß nach der letzten Runde das „schwarze Quadrat“ doch noch den Ausgleich zum 4:4 schaffte und es am Ende des ersten CVJM Arche Kloatscheeten zwei gewinnende Mannschaften gab. Zufrieden und mittlerweile äußerst glücklich verließen wir die Spielbahn über den „Nullpunkt“ in Richtung Wellweg, wo wir gegen 14.15 Uhr im neuen Restaurant „Am Boksberg“ uns zum „Aprés Kloat“ bei Grühnkohl und Putengeschnetzeltem einfanden und einen großartigen Wettkampftag gemütlich ausklingen ließen. Alle Teilnehmer waren sich einig, daß wir eine derartige Veranstaltung gelegentlich wiederholen sollten. Im nächsten Jahr kommt es daher evtl. schon zum zweiten Kloatscheeten der Arche. Dann hoffentlich auch mit echten Kloats...
Diccy